ADHS ohne Ritalin

ADHS ohne Ritalin – so haben wir es geschafft

Leonie Walter (48) und Markus Walter (50)  haben sich entschieden, ihre Tochter trotz ADHS-Diagnose ohne Ritalin großzuziehen. 

Markus und Leonie sind seit 1994 ein Paar, seit 1996 gemeinsam selbständig und seit 1998 verheiratet. Seit 2000 zu dritt mit einer wunderbaren Tochter. Als Speaker für Keynotes werden wir gebucht und begeistern unzählige Menschen bei Veranstaltungen aller Art. Zudem coachen und trainieren wir Unternehmer, Berater, Verkäufer, Online-Marketer, Trainer, Coaches und Networker in offenen Seminaren, so dass diese auf jeder Bühne brillieren und ihr Publikum überzeugen – egal ob vor zehn oder vor tausenden von Zuhörern. 

„Die Diagnose ADHS war ersteinmal eine Erleichterung “

ADHS steht für Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. 

 

Tochter Sophie ist heute 18 Jahre alt und steht kurz vorm Abitur. Doch leicht war ihre Schulzeit nicht, denn Sophie lebt mit ADHS und bewusst ohne die Einnahme von Ritalin.

 

Leonie und Markus sind die Eltern von Sophie und seit vielen Jahren selbstständig tätig, weshalb sie sich für ihre Tochter eine Privatschule mit Nachmittagsbetreuung ausgesucht haben. Eingeschult wurde Sophie zwei Wochen vor ihrem sechsten Geburtstag.  Ungefähr zeitgleich legte die Deutschlehrerin Leonie nahe, ihre Tochter vor dem regulären Unterrichtsende abzuholen, weil sie dem Lernstoff aus ihrer Sicht nicht folgen kann. 

 

Mutter Leonie ist sich sicher, dass sich Sophie durch die Aussage der Klassenlehrerin zutiefst hat verunsichern lassen, sodass sich zum später diagnostizierten ADHS, eine Lese-/ Rechtschreibschwäche (LRS) manifestiert hat. Denn Sophie ist clever und hatte die Schulempfehlung ohne Probleme erhalten.

 

Die Schule stellt hohe Ansprüche

 

Die Schule stellte hohe Ansprüche, denen Sophie nicht gerecht wurde. Die Folge: Leistungsdruck. Dies zieht sich bis heute durch die komplette Schulzeit durch.

 

Woran merkt man als Eltern, dass das Kind nicht mehr kann und überfordert ist?

Leonie merkte, dass nichts mehr ging, vor allem Hausaufgaben waren schwer zu erledigen, weil Sophie einfach nicht ruhig sitzen blieb. Stunde um Stunde verging und nichts wurde zu Papier gebracht. Hier stimmt absolut was nicht! Daraufhin ging die Familie zum Kinderarzt, welcher ADHS diagnostizierte. Die Hyperaktivität machte sich auch in anderen Bereichen bemerkbar, z.B. bei Schulchoraufführungen. Da konnte Sophie auch nie ruhig stehenbleiben und wechselte ständig ihren Platz.

 

Die Diagnose ADHS brachte einerseits Scham und Belastung, jedoch auch Erleichterung mit sich. Es gab nun endlich einen Grund für Sophie’s  zappeliges Verhalten und demnach auch verschiedene Lösungsansätze, wie Therapien oder Medikamente. Zeitgleich gingen die Eltern mit Sophie zu einer Psychologin und zum Elterntraining. Das empfanden sie als besonders hilfreich, weil sie sich dort unter anderen Betroffenen gut aufgehoben fühlten.

 

Leonie empfiehlt: Taucht euch mit anderen Eltern aus! 

 

Ein Austausch unter Eltern mit ADHS diagnostizierten Kindern ist viel wert.

Nachdem die Familie so wahnsinnig viele Informationen gesammelt hatten, entschieden sie sich recht schnell für eine Ritalin-Therapie. So wurde es der Familie von vielen Seiten zugesprochen. Vertraut haben sie den Ärzten und Psychologen. Zudem machte die Schule Druck, Sophie wechselte die Klasse und bekam Lernförderung. 

Mit der Gabe von Ritalin, plus der Lernförderung verbesserte sich Sophie’s Schulleistung  rasant. Es war eine deutliche Entwicklung spürbar. 

 

Nach ein paar Jahren kamen Zweifel an der Ritalin-Therapie bei ADHS auf, sodass Sophie die Ritalin-Tabletten während der Schulferien absetzte und nur noch in der Schulzeit einnahm. Das funktionierte eine Zeit lang richtig gut.

 

Nach und nach litt Sophie jedoch an Appetitlosigkeit und die Konzentrationsfähigkeit ließ mehr und mehr nach. Es gab eine Schlüsselsituation, nachdem Mutter Leonie wusste, dass es nicht so weitergehen kann und beendete bewusst die Ritalin-Therapie bei ihrer mit ADHS lebenden Tochter Sophie: Ihre Tochter verlor immer mehr an Persönlichkeit und das Gefühl für sich selbst.

 

Nach 4-jähriger Ritalin-Therapie wurde das Medikament im Alter von 11 Jahren abgesetzt, wodurch es ein Jahr darauf zu massiven Angstzuständen bei Sophie kam. Heute weiß Familie Walter, dass eine Ritalin-Therapie begleitet ausgeleitet werden muss. 

 

Sophie’s Ängste waren so groß, dass sie im Teenageralter wieder bei Mutter Leonie im Bett schlief und Vater Markus sie ins Klassenzimmer begleitete. Sophie’sAngstzustände traten die Familie mit energetischen Methoden entgegen. 

 

Ein Besuch beim Heilpraktiker löste vieles auf 

 

Sophie gelang die Kontrolle über ihre Ängste durch die aktive Auseinandersetzung mit ihrem Unterbewusstsein und der Hilfe ihrer Eltern.

Erst die Besuche bei einem Heilpraktikerpaar öffneten der Familie die Augen, warum Sophie an ADHS leide. Es folgte eine radikale Ernährungsumstellung.  Auch in der Schule folgten Aufs und Abs, aber letztendlich pegelte sich alles gut ein. 

Heute würde niemand sagen, dass Sophie am Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom leidet und Mutter Leonie ist sich sicher, dass es diese Krankheit auch gar nicht gibt, sondern eine reine Erfindung ist. 

Klar ist Leonie auch, dass diese Auffassung polarisiert. Aber die Erfahrungen der Familie bieten lediglich eine Sichtweise zum Thema ADHS ohne Ritalin. 

Egal welche Meinung vertreten wird, Ritalin ist kein Fruchtgummi! Die Geschichte von Sophie zeigt, dass es sinnvoll ist, nach Alternativen zu suchen. 

Text von Co-Autorin Susanne Hentschel

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