Hörgeld

Wie bringe ich meinem Kind den Umgang mit Geld bei?

Im Interview mit den Finanzexperten  Gerhard und Gerald vom Podcast Hörgeld

Gerhard Artmann und Gerald Würmer  sind Finanzexperten und kennen sich mit Geld bestens aus.  Sie investieren seit Jahren an der Börse und geben ihr Börsenwissen in Form von Seminaren und in ihrem Podcast „Hörgeld“ an Interessierte weiter.

Diese beiden erzählen im Interview, wie jede Familie besser mit Geld umgehen kann und wie Kinder und Jugendliche ein Bewusstsein für Geld inmitten der Digitalisierung entwickeln können.

Der Trend geht hin, zum bargeldlosen Bezahlen. Das ist ein Fakt, den Gerhard und Gerald gleich zu Beginn ansprechen. Aber können Kinder und Jugendliche dann noch richtig einschätzen, wie viel Wert eine Sache hat?

Geld Jugendliche

Geld scheint für Teenager zur Illusion zu werden.

Eltern verschenken heutzutage lieber Netflix- und Amazongutscheine oder laden das PayPal-Konto auf. Scheine wechseln nicht mehr das Portemonnaie und dabei geht ein wenig Gefühl für Geld verloren.

Nicht nur Teenager sind davon betroffen. Auch Erwachsene machen diesen Wandel hin zu einer virtuellen Zahlform bewusst mit. Schließlich scheint es so einfach via App zu zahlen. „Schweden ist auf dem Weg in eine bargeldlose Gesellschaft“, sagt Gerhard und fügt hinzu, dass dort bereits 80 Prozent bargeldlos zahlen, während es in Deutschland momentan nur 20 Prozent der Menschen sind.

Geld Jugendliche

Bargeldlos Bezahlen bedeutet online einkaufen. Bestellungen auf Amazon, About you oder anderen Onlineportalen zu tätigen ohne dabei das Haus verlassen, geschweige denn zu Bank zu müssen. Die Folge: Die Onlineumsätze wachsen während der stationäre Handel einbricht, verrät der Experte Gerhard.

Wer im Internet etwas kauft, kann mittlerweile aus einigen Zahlungsmethoden auswählen. Kreditkarten, EC-Karte, Apps, Handy, Kryptowährungen, etc. Diese Entwicklung bekommen Kinder und Jugendliche verstärkt mit, weil sie technikaffin sind und mit dem Medium Internet aufwachsen.

Geld Jugendliche

Gerald outet sich ebenfalls als Fan von der bargeldlosen Bezahlerei. Er zahlt gern mit dem Handy. Vor allem wenn er ein Parkticket lösen muss, ist eine App besonders komfortabel. 

„Es bringt wenig in unserer Erziehung die Augen zu verschließen, dass es Richtung bargeldlos geht“ verdeutlicht der Geldexperte Gerald seinen Standpunkt und meint zudem, dass Jugendliche sehr gut den Wert auf einem Gutschein einschätzen können, auch wenn sie das Geld nicht wirklich in der Hand halten.

Gerald und Gerhard sind sich einig, dass es generell schwierig ist, ein bewusstes Verhältnis zum Geld zu entwickeln. Durch die Digitalisierung wird die Herausforderung noch größer. Die Entwicklung, hin zu immer mehr Virtualität, erschwert den so wichtigen bewussten Umgang mit Geld für Jugendliche zusätzlich.

Die Gefahr besteht darin, dass wir Menschen trotz aller Digitalisierung, alle analog „funktionieren“, d.h. es braucht einfach noch mehr Anstrengung für das Thema Geld zu sensibilisieren. warnt Gerhard.

Geld Jugendliche

Eltern können ihren Teenagern nur einen guten Umgang zum Geld vorleben, wenn sie selbst den Wert zu schätzen wissen. Dies ist jedoch gar nicht so einfach, weil insbesondere in Deutschland Geld ein Tabuthema ist. 

Daraus geht, dass alles Wissen, was Kinder und Jugendliche über Geld haben, sie zufällig aufgeschnappt haben.

Es fehlt in Deutschland an einer Finanzbildung an den Schulen

Finanzbildung

Lernen Kinder und Jugendliche den Umgang mit Geld, wird so automatisch auch einer Schuldenfalle vorgebeugt. Die negativen Glaubenssätze in Bezug auf Geld müssen gelöst werden, damit frühzeitig und nachhaltig eine Bewusstmachung stattfinden kann.

Geralds positiver Glaubenssatz lautet: „Geld ist Energie und dient dem Austausch.

Und wie viel ich habe, hängt davon ab, wie viel ich mir wert bin.“ Die Idee dahinter ist, dass Menschen nicht gern an schlechten Gedanken festhalten. Ist Geld ausschließlich mit negativen Gedanken behaftet, führt dies unterbewusst dazu, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist. Dies gilt es zunächst zu erkennen, erklärt der Börsenexperte Gerald weiter.

Wie kann ich jetzt meinem Kind dieses positive und bewusste Verständnis zum Geld beibringen?

Gerhard rät da ganz klar zur Offenheit. Das Thema Geld muss enttabuisiert werden. Es müssen Konsequenzen klar kommuniziert werden, das Geld „endlich“ ist. Zudem müssen Eltern ganz klar auch Verantwortung abgeben, indem sie deutlich machen, „Entweder – Oder“.

Mach deinem Kind bewusst, dass es wichtig ist, ein Sparziel zu haben. Geld ist keine Ressource, die unendlich weiterwächst, wenn der Geldbeutel sich leert.

Wenn Kinder anfangen, das schon früh zu verinnerlichen, werden sie auch im Jugend- und Erwachsenenalter ein viel besseres Verständnis für Geld und beispielsweise teure Anschaffungen noch mehr wertschätzen.

Gerhard schlägt für Familien die Einrichtung mehrerer „Budgettöpfe“ vor.

Das sind unterschiedliche Konten für verschiedene Ausgaben, wie beispielsweise ein Alltagskonto für Miete, ein Rücklagenkonto für unvorhergesehene Ausgaben, ein Ich-Konto für Freizeit und Weiterbildung und ein Zukunftskonto für die Vermögensbildung und Altersvorsorge.

Diese Methode nennt sich Mehrkontenmodell, so der Finanzexperte. Gerald schwört auf das sog. „Budgetmodell“, welches er im Podcast näher erläutert.

Egal für welches Modell du dich als Familie entscheidest, beide Varianten dienen dazu deine Ausgaben im Blick zu haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Budgettöpfe physisch oder virtuell angelegt sind.

Börsenprofi Gerhard erklärt weiter, dass alle Ausgaben zugeordnet werden können. Leert sich ein Geldtopf zu schnell, kann dem auch entgegengesteuert werden. Zudem ist das Sparen als Vermögensaufbau integriert.

Beide Modelle sind einkommensunabhängig!

Geld Jugendliche

Gerald verdeutlich nochmal, dass die Budgetierung da die größere Rolle spielt, vor allem bei Kindern und Jugendlichen, die noch kein eigenes Einkommen haben. 

 

Das Gefühl für Geld sollte schon bei Kindern geweckt werden.

Dabei geht es nicht darum, hohe Summen zu generieren. Es geht um die Mechanismen, die sich daraus festigen. Unabhängig von den monetären Dimensionen. Quasi wie Zähneputzen, das wird auch früh gelernt und zur Routine. 

Gerald sagt aber auch ausdrücklich, dass es keinen Sinn macht, mit Kindern und Jugendlichen über Altersvorsorge und Rente zu sprechen, weil dieses Thema noch zu fern ist und demotiviert.

Er hält es für wichtiger über Wohlstand im Erwachsenenalter zu sprechen und dies am besten mit guten und nachvollziehbaren  Beispielen. Stichwort “Intelligenter Sparplan“: Entscheidest du dich für ein Sky-Abo und rauchst oder investierst du dieses Geld langfristig in deine Zukunft?

Wenn diese Grundgedanken frühzeitig vermittelt werden, wäre das Verständnis für Geld einen ganz anderes.

Die beiden Finanzexperten Gerhard und Gerald haben die Mission, das Thema Geld einen entsprechenden Rahmen zu geben und das Bewusstsein für Geld zu verbessern. Insbesondere sollten Kinder frühzeitig Verantwortung übertragen bekommen und offen über das Thema kommunizieren können.

Wer noch mehr zum Thema „Börse“ wissen möchte, der kann an den Wochenendseminaren von Gerhard und Gerald in München teilnehmen. Dabei ist es egal, ob du schon Kenntnisse hast oder Einsteiger bist, weil es eine individuelle Betreuung im Anschluss gibt.

www.hoergeld.com

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www.existenz-gestalten.de

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